Was von Leipzig positiv blieb
Ein außergewöhnliches Bauhaus-Wohnhaus in Leipzig-Gohlis: Immobiliengutachter Jens Ullrich berichtet von einer beeindruckenden Doppelhaushälfte mit großzügigen Räumen, Parkettböden, historischen Fenstern, Bleiverglasungen und besonderen Details zur Geschichte des Hauses.
Inhalt des Videos
Das wäre ich auch nicht vergessen, weil das war außergewöhnlich.
Und das sieht dem Haus voraus nicht an.
Ja, ich hatte doch vor kurzem, hatte ich, das war auch sehr schöner Termin,
in Leipzig, in Gholis eine Doppelhaushälfte mit einer Marktvereinschätzung,
also Spursdoppelhaushälfte in einem Straßenzug, wo hintereinander zwei so eine Doppelhaushälfte reinstanden.
Und die waren dann alle aus wie Bauhäuser, also Bauhauszeit.
Wahnsinn, aber nicht, die waren von einem Leipziger Architekten dort.
Und kurioserweise standen die noch nicht mal unter Denkmalschutz,
also da habe ich mich echt gewundert.
Und die Dame, die mich da beauftragt hatte, weil sie war historikerin gewesen,
und sie hatte viel Wert darauf gelegt, ihre alten Felsfenster noch da drin zu haben,
diese Doppelverglasung, Einscheiben, Doppelverglasung und alles noch,
Holz oder Aluminium zum Teil war das gewesen.
Es war wirklich ein beeindruckendes Gebäude, von außen sah das gar nicht so groß aus
und dann kommst du da rein und hast immer so 50 Quadratmeter Räume mit Paketboden,
großen Schiebetüren, also das war der Hammer.
Also wirklich, und eine Riesenküche und die Küche, alle mit so karierten Fliesen,
wie das halt so früher war, also den Oberhammer, das Ding.
Und dann siehst du das unten, dann ist so ein halb runter riesiger Wintergarten da,
dann gewesen oben drüber mit einer Terrasse, also Bauhaus.
Und dann hast du oben drüber nochmal eine Etage, also ein Riesenfoyer mit Treppenaufgang nach oben.
Und dann sind auf dem Treppenhaus oben drei große Fenstersäulen mit so Bleiverglasung.
Und in dieser Bleiverglasung waren Familienwappen und Stadtwappen von Halbzig.
Und dann sagt sie, die Vorbesitzer dieses Hauses waren mit diesem Architekten verwandt,
das ist das Familienwappen von dem Architekten.
Und als die umgezogen sind, in dieses Haus haben die die Fenster mitgenommen und dann einbauen lassen.
Das ist sagenhaft, was man da manchmal erlebt.
Und dann gab es oben auf der Etage dieselbe Fläche nochmal, die großen Räume,
als Schlafzimmer, da war ein Badmah eingebaut und so weiter.
Ja, und dann führte noch eine Treppe ins Dach.
Das war noch gar nicht ausgebaut, da war noch mal Fläche.
Also das Haus sah von außen gar nicht so groß aus, aber das war riesig, wirklich riesig.
Und das werde ich auch nicht vergessen, weil das war außergewöhnlich.
