Schimmel wird häufig überbewertet
Schimmel und Feuchtigkeitsschäden sind bei einer Besichtigung nicht immer sofort sichtbar. Immobiliengutachter Jens Ullrich erklärt, wie sich mögliche Problemstellen anhand von Bauweise, Regenentwässerung und Kellerzustand erkennen lassen und warum eine Kaufberatung vor unerwarteten Sanierungskosten schützen kann.
Inhalt des Videos
Schimmel wird überbewertet, weil das ist so hochgeheibt. Wenn ich jetzt in einem Verkauf von der Immobilie bin,
dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Schimmel sehe, relativ gering.
Weil man natürlich die Immobilie entsprechend präpariert vom Verkauf.
Viel wichtiger ist es eigentlich zu erkennen anhand der Bauweise des Objektes, wo Schimmel entstehen könnte.
Sehr häufig alte Einfamilienhäuser, wo die Regenfeirure nicht im System eingebunden sind.
Die kommen halt einfach an der Seite runter und werden am Gebäudelang im Garten entwässert.
Weil es das System früher nicht gab oder warum auch immer.
Und dann ist natürlich für mich klar als allererstes, ich schaue mir mal den Keller an.
Weil das Wasser über Jahre hinweg an der Gebäude aus dem Wand runtergeleitet wird.
Und wenn man dann bei diesen Gebäuden in den Keller reingeht, dann riecht man in der Regel auch schon.
Okay, da ist also irgendein Problem da.
Das sind halt so die Momente, wo man sagen kann, pass mal auf, da haben wir die Situation.
Da ist wahrscheinlich was, würde man mal tiefer untersuchen müssen.
Aber wenn es dann so wäre, dann hat man also durchaus schon mal einen Kostenblock von ungefähr,
wie man hier dazurechnen müsste. Das muss einem klar sein.
Also das ist so diese Kaufberatung, die man im Vorfeld dann machen kann und sagen kann, pass auf.
Hier und hier gibt es die Schwachstellen, dann können die und die Probleme sein.
Und dann ist gut.
Es gibt aber auch wirklich tatsächlich Fälle, wo man dann reinkommt und sieht, das ist alles super.
Und sagt, wow, würde ich auch kaufen.
Also diese Kaufberatung bitte ich auch natürlich.
